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Gemeinde Schönebürg Kreuzberg
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Die Anfänge der Elisbethenpfelge
Bau der Wallfahrtskirche
Schon fünf Jahre später, wohl auch wegen des Neubaues der Waisenanstalt, wurde der Plan erwogen, eine größere Wallfahrtskirche zu bauen, ein Projekt, das aber wegen Geldmangels wieder aufgegeben werden mußte. Im Jahre 1885 wurde nämlich in der Nähe der Kapelle, nur etwas weiter oben, die Elisabethenpflege gebaut, und noch im Mai 1886 zogen einige Schwestern aus Heiligenbronn in dieselbe ein, um für 25 Waisenkinder die Verpflegung und Erziehung zu übernehmen. Von da an war der Wallfahrtspriester zugleich Anstaltsgeistlicher.
Mit der Zeit wurde der Kreuzberg immer mehr besucht und im Jahre 1887 war der Empfang der hl. Sakramente stärker denn je. In seinem Verlaufe wurden ca. 2000 Kommunionen an Fremde ausgeteilt. Leider wurde im darauffolgenden Jahr die Elisabethenpflege wieder verwaist. Bereits anderthalb Jahre hatten die Schwestern vom hl. Franziskus 25 bis 30 arme Kinder verpflegt, da kam es zu unangenehmen Meinungsverschiedenheiten, weswegen die Schwestern es vorzogen, das Haus, das eine Privatstiftung war und heute noch ist, im Jahre 1888 wieder zu verlassen.
Von da an stand es zwei Jahre für die Caritas, für welche es von Anfang an bestimmt war, nutzlos da, bis am 14. April 1890 drei Schwestern aus dem Mutterhaus in Gmünd in dasselbe einzogen, um fortan für arme, verwahrloste und verwaiste Mädchen sehr viel Gutes zu wirken.
Im Laufe der Zeit konnten immer mehr Kinder aufgenommen werden und andererseits wurde auch der Sakramentsempfang an der jungen Wallfahrtsstätte immer häufiger. So konnte man dem Bau einer neuen Kirche kaum mehr aus dem Wege gehen. Zum Glück bestimmten ein paar edelmütige Personen ansehnliche Legate zum genannten Zweck und der auf die Pfarrstelle Schönebürg im Jahre 1897 ernannte Pfarrer B. und der damalige, jetzt verstorbene Wallfahrtspriester Schiele sammelten aus nah und fern unter nicht geringen opfern bedeutende Summen, mit denen im Jahre 1899 die jetzige Kirche mit einem Kostenaufwand von über 90000 Mark erbaut werden konnte.
Der Stil dieses neuen Gotteshauses ist romanisch, ausgeführt nach dem Entwurf von Pfarrer Harsch. Innen ist es geräumig genug und erhält durch viele kleine Fensterluken Licht in ausreichendem Maße, was man beim Anblick von außen kaum glauben möchte. Doch ist man hier bereits an die noch erlaubte Grenze gegangen; sonst würde die Wallfahrtskirche auch zu jenen zahlreichen licht- und sonnenleeren Kirchen gehören, die ein steinerner Beweis großer Geschmacksverirrung sind.
Altäre sind im ganzen vier vorhanden, alle sauber ausgearbeitet. Der Hochaltar ist eine Stiftung des Pfarrers B., wie man aus einer Inschrift und einem Porträt auf der Seite des Altars ersehen kann. Die Bilder von zwölf Nothelfern sind an der Rückwand des Altars über den Leuchterbänken angebracht. Zwei Figuren wurden leider total zwecklos auf die Seite gesetzt, wo man sie natürlich nicht sehen kann. Über dem Tabernakel befindet sich ein Bild Mariens von der immerwährenden Hilfe in Mosaik.
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